Die Teillegalisierung von Cannabis verändert die Fallrealität in der Kinder- und Jugendhilfe – aber der Kinderschutz ist darauf bisher nur unzureichend vorbereitet.
In einem aktuellen Beitrag in der Fachzeitschrift »jugendhilfe« zeigen Johanna Quade und ich, dass ein regelmäßiger Cannabiskonsum von Eltern im Familienkontext aus Sicht von Fachkräften aus der Kinder- und Jugendhilfe mit erheblichen Risiken für Kinder einhergeht – etwa Vernachlässigung der Aufsichtspflicht, emotionale Belastungen und Rollenumkehr.
Gleichzeitig wird die Entkriminalisierung in der ambulanten Jugendhilfepraxis ambivalent erlebt: Sie ermöglicht offenere Gespräche mit Eltern und Jugendämtern, kann aber auch dazu führen, dass Eltern ihren Konsum als „normal“ oder unproblematisch einstufen und Hilfsangebote seltener annehmen.
Auf Basis von Interviews und einer kleinen Onlinebefragung leiten wir konkrete Handlungsbedarfe ab – für die Arbeit im Casemanagement, für die Sozialpädagogische Familienhilfe sowie für die Zusammenarbeit zwischen Jugendhilfe, Suchthilfe und Gesundheitswesen.
Den Fachartikel können Sie hier herunterladen: https://www.jakobtetens.de/publikationen/
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