Hoppla, schon wieder ein Jahr um?! Mit vielen Impulsen und auch der ein oder anderen konstruktiven Irritation schaue ich zurück auf das diesjährige Forum für Personal- und Organisationsentwicklung des EREV in Wittenberg.
Los ging es am Dienstag mit einem Input von Detlef Horn-Wagner zur viel beschworenen „New Work“. Er vermittelte uns u.a. das anspruchsvolle Konzept des GMV (wer errät, was sich hinter diesem Akronym verbirgt, bekommt ein Getränk von mir ausgegeben).
Anschließend brachte uns Vanessa-Isabelle Reinwand-Weiss die Potenziale transformativer kultureller Bildung für organisationalen Change nahe, was ich als bildungstheoretisch Sozialisierter so naheliegend wie sympathisch fand. Wir diskutierten in diesem Zusammenhang u.a. über die konstruktive Kraft desorientierender Dilemmata.
Am Mittwoch vermittelte uns Lutz Schumacher die Prinzipien transformationaler Führung. Es ging u.a. um die Unterscheidung zwischen Management und Leadership (ersteres macht die Dinge richtig, letzteres macht die richtigen Dinge) und um das für mich neue Full Range of Leadership-Modell von Bass und Avolio.
Danach aktivierte uns Philipp Karch mit seinen Überlegungen zu „Tacheles mit Takt“. Wer wissen möchte, was VPN-Kongruenz ist und was das mit Kommunikation und Führung zu hat und welche Lernanreize und Konfliktangebote sich daraus ergeben, dass wir unser Gesicht immer dabei haben, der schaue mal auf der Website des Kollegen vorbei.
Heute bekamen wir von Cornelia Heider-Winter jede Menge Beispiele für gelingendes Employer Branding. Interessant fand ich v.a. die Idee des Profession Branding, d.h. bei Recruiting nicht nur die eigene Unternehmensmarke in den Vordergrund zu stellen, sondern vielmehr (auch) den Mehrwert und die Chancen einer Arbeit in der Kinder- und Jugendhilfe.
Schließlich stellte uns Christiaan Lorenzen das Janssen-Modell vor. Ich habe durchaus Lust bekommen, es demnächst einmal in Coaching oder Supervision einzusetzen. Sympathisch fand ich zudem die Schlussfolgerungen, die die Vorstandsebene eines großen Industrieunternehmens aus dem Modell gezogen hat: 1. Begrüße den Elefant im Raum 2. Beginne als Führungskraft selbst damit, eigene Fehler zu benennen 3. Verwende die Sprache des „Ja, und …“ statt des „Ja, aber …“
Vor dem Hintergrund dieses abwechslungsreichen Vortragsprogramms war es mir wieder eine Freude, das Forum mit der geschätzten Kollegin Andrea Zander zu moderieren. Leider das letzte Mal, da sie sich im kommenden Jahren neuen Aufgaben zuwenden wird. Auch den Austausch mit bekannten und neuen Gesichtern fand ich wieder sehr bereichernd.
Lifehack zum Schluss: Wittenberg hat ein schniekes Schwimmbad mit toller Saunalandschaft. Als Schreibtischarbeiter „mit Rücken“ wusste ich das gestern Abend durchaus zu schätzen.
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