Wo ist die Zeit geblieben? Seit genau fünf Jahren bin ich nun schon an der IU INTERNATIONALE HOCHSCHULE und kann sagen: Es war bisher ein ereignisreicher Trip mit Höhen, Tiefen und allem dazwischen!
In 2020 habe ich die Chance ergriffen, nach vielen Jahren in verschiedenen Feldern der Kinder- und Jugendhilfe wieder in die Lehre und Forschung einzusteigen. Dafür bin ich der IU dankbar – sie hat mir mit meinem vornehmlich praktischen Profil und über die Promotion hinaus eher wenig Forschungserfahrung eine Professur ermöglicht, was an manch anderer Hochschule wohl nicht passiert wäre.
Also habe ich die Gelegenheit genutzt und mich in den letzten Jahren intensiv damit beschäftigt, wie ich meine Lehre im Fach Soziale Arbeit spannend gestalten kann. Meine persönlichen Highlights waren die von Studierenden produzierten Erklärfilme im Modul Pädagogik oder auch die Podcasts im Modul Qualitätsmanagement. Aber natürlich klappt nicht immer alles, etwa als ich versuchte, Planspiele in einem reinen Online-Setting umzusetzen … Und aktuell kommt mir meine nach wie vor Power-Point basierte Lehre auch nicht mehr so richtig zeitgemäß vor. Aber ohne Weiterentwicklungsbedarf würde es ja auch langweilig.
Neben der Lehre habe ich auch wieder richtig Blut geleckt am empirischen Forschen. Ob im Rahmen der wissenschaftlichen Begleitung des Bremer Modellprojekts „Ergänzungsteam Inobhutnahme“ oder der bundesweiten DIGITASA Pulsbefragung zur Digitalisierung in der Sozialen Arbeit – mir macht es große Freude und ich empfinde es als Privileg, praxisnah forschen zu dürfen und somit die Soziale Arbeit ein klein wenig mitgestalten zu können.
Natürlich ist nicht alles rosarot. Die Strukturlogiken einer privaten Hochschule können schon herausfordernd sein, wenn man sich als bildungstheoretisch sozialisierter und um das kritisch-transformative Potenzial von Sozialer Arbeit bemühter Mensch innerhalb eines Bildungskoloss wie der IU im Sinne der Fachlichkeit durchsetzen will. Aber es gibt stetige Verbesserungen – und auf der Businessseite wächst die Bereitschaft, fachliche Argumente ernst zu nehmen und gemeinsam die Qualität unseres Studienangebots weiterzuentwickeln.
Was mich wirklich begeistert, ist unser Team: Über 130 Professor:innen allein in Sozialer Arbeit – das bietet unglaublich viel Raum für Austausch, Vernetzung und gemeinsame Projekte, in einer kollegialen Atmosphäre frei von Lehrstuhldünkel. Hinzu kommt die wunderbar unkomplizierte Unterstützung durch das IU Forschungsreferat bei Anträgen, Tagungsbesuchen oder Weiterbildungswünschen.
Ich freue mich also, Teil des Kollegiums der IU zu sein und bin gespannt auf das, was kommt!
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